Ist das nicht Overkill?
Nur, wenn man davon ausgeht, dass das Projekt klein bleibt. Aus der Visitenkarten-Seite wird ein Blog, aus dem Blog eine zweite Sprache, aus der zweiten Sprache ein Bereich nur für Mitglieder. Wer mit einem Baukasten startet, baut irgendwann um. Wer mit TYPO3 startet, erweitert.
Was bringt dir TYPO3 konkret im Kleinen?
- Content Blocks. Auch für eine kleine Seite definiere ich saubere Elemente. Redakteure sehen nur, was sie brauchen, und können das Layout nicht versehentlich kaputt machen.
- Ein bekannter Workflow. DDEV, Composer, Git, Vite Collector, Deployment per Pipeline. Einmal gebaut, ist das Setup immer wiederverwendbar und erprobt. Das macht die Umsetzung schnell.
- Rechte und Mehrsprachigkeit. Beides ist im Kern vorhanden. Ich schalte es ein, wenn es gebraucht wird, und muss kein Plugin nachrüsten.
- Updates und Sicherheit. LTS-Versionen, Security-Bulletins und Composer machen Wartung planbar, auch wenn das Projekt nur einmal im Jahr angefasst wird.
Und was spricht dagegen?
Der Start dauert etwas länger als bei einem Baukasten, und Hosting mit PHP und Datenbank ist Pflicht. Für eine Seite, die garantiert nie wächst und die niemand pflegt, ist ein statischer Generator die bessere Wahl. Das ist aber die Ausnahme.
Was ist am Ende dein Fazit?
Erstens, ein Werkzeug statt vieler. Ich arbeite in jedem Projekt gleich, das spart Zeit und verhindert Fehler.
Zweitens, Wachstum ohne Neuanfang. Was klein beginnt, darf größer werden, ohne dass ich es neu bauen muss.
Drittens, Redakteure bleiben handlungsfähig. Auch ein kleines Team verdient ein Backend, das sauber und verständlich ist.